Ein stationäres Hospiz wird seit vielen Jahren in Tübingen vermisst. Viele Engagierte haben sich in den vergangenen Jahren für dieses Anliegen eingesetzt und im Mai 2020 konnte mitten in der Coronapandemie der Spatenstich für das dreigeschossige Gebäude begangen werden.

Fertigstellung im Oktober
In diesen vierzehn Monaten ist viel entstanden auf der Lechler Höhe und das Deutsches Institut für Ärztliche Mission e. V. (Difäm) plant, das Gebäude im Oktober dieses Jahres zu eröffnen. Dazu brauchte es das Engagement von vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern des gesamten Landkreises. „Noch gibt es eine Lücke von 500.000 Euro zu schließen, aber wir sind zuversichtlich, dass auch das gelingen wird.“, sagt Difäm Direktorin Dr. Gisela Schneider, „und der Beitrag des Erbe-Laufs wird hier eine entscheidende Rolle spielen“. Denn Erbe Elektromedizin spendet 50 Cent für jeden gelaufenen Kilometer.

„Noch gibt es eine Lücke von 500.000 Euro zu schließen, aber wir sind zuversichtlich, dass auch das gelingen wird. Und der Beitrag des Erbe-Laufs wird hier eine entscheidende Rolle spielen“.

Difäm Direktorin Dr. Gisela Schneider

In dem Neubau wird das Hospiz Tübingen mit acht Gästezimmern und einem großzügig angelegten Gemeinschaftsraum sowie den notwendigen Pflege- und Nebenräumen untergebracht werden. Im Hospiz wird auch ein besonderer Raum der Stille entstehen, der zur Reflektion einlädt und dessen Finanzierung vom Verein „Ein Hospiz für Tübingen“ übernommen wird. Im Obergeschoss des Gebäudes zieht das Tübinger Projekt ein. Der spezialisierte ambulante Palliativdienst (SAPV) für Erwachsene betreut bis zu 400 Patientinnen und Patienten pro Jahr, ebenso wie die Büroräume des Difäm.
Der Neubau und alles, was mit diesem Projekt zusammenhängt, wird vom Beirat des Hospizes begleitet. Im Beirat sind der Verein „Ein Hospiz für Tübingen“, die Tübinger Hospizdienste, sowie der Sozialdezernent des Landkreises und die Bürgermeisterin der Stadt Tübingen.

Bürgermeisterin Daniela Harsch beim Richtfest

Bürgermeisterin Daniela Harsch beim Richtfest

Spendenlücke fast geschlossen
„Ich bin sehr dankbar für das große Engagement vieler Tübingerinnen und Tübinger, die uns mit Spenden seit der Tagblatt-Spendenaktion im Jahr 2018 unterstützen,“ so Dr. Gisela Schneider „ebenso für die wichtigen Beiträge des Vereins „Ein Hospiz für Tübingen“ und der Tübinger Hospizdienste. Auch die Stadt Tübingen, der Landkreis sowie das Land Baden-Württemberg tragen zur Finanzierung bei, ebenso wie die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Hilfswerk, damit wir die Baukosten nur für das Hospiz von 4,8 Millionen Euro aufbringen können. Beim Spatenstich fehlten uns noch 2 Millionen Euro an Spenden, diese Spendenlücke konnten wir auf 500.000 Euro (Stand Juni 2021) reduzieren. Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön für diese großartige Unterstützung!“

Der Bau steht kurz vor der Fertigstellung und es wird alles getan, um für die zukünftigen Gäste ein wohnliches Ambiente zu schaffen. Die Hospizleitung hat am 1.7.2021 ihren Dienst aufgenommen und das Team der Pflegenden wird gerade zusammengestellt, um Menschen in Würde zu begleiten.

Bauprojektteam:

Dr. Gisela Schneider, Direktorin Difäm e. V.
Wolfgang Stäbler, Geschäftsführer Difäm e. V.
Wolfgang Müller, Geschäftsführer Georg Reisch GmbH & Co. KG
Andreas Reisch, Geschäftsführer Georg Reisch GmbH & Co. KG
Karl-Heinz Single & Carla Single, Freie Architekten, Architektenwerkgemeinschaft weinbrenner.single.arabzadeh

Internetauftritt Deutsches Institut für Ärztliche Mission e. V

 

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